Ich gestalte meine Umgebung lieber selber mit, statt darüber zu meckern, wie schlecht die Politik der anderen ist. Auf dieser Seite beschreibe ich meine grundsätzlichen politischen Ansichten.
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Mein politisches
«Spinnenprofil»; Quelle: smartvote.ch |
Liberal Ich
wünsche mir eine Gesellschaft, in der viele unterschiedliche
Meinungen, Kulturen und Lebensformen gepflegt werden; Vielfalt
empfinde ich als interessant, nicht bedrohend. Werte wie Freiheit,
gegenseitiger Respekt und Toleranz sind mir wichtig. Solange niemand
anderes darunter leidet, sehe ich die Lebensgestaltung als reine
Privatsache an — das heisst für mich auch, über
Suchtverhalten oder Todeszeitpunkt selber bestimmen zu
können. Sehr stossend finde ich es, wenn nicht alle die gleichen
Rechte und Pflichten besitzen, vor allem wenn nach pauschalen
Kriterien wie Geschlecht, Alter oder Herkunft unterschieden
wird.
Konkrete Anliegen: Gleichberechtigung der
Geschlechter; volle politische Rechte für Ausländer,
Jugendliche und Betagte; Eherecht für gleichgeschlechtliche
Paare; Gleichbehandlung aller Religionen; straffreier Drogenkonsum;
Legalisierung aktiver Sterbehilfe.
Ökologisch Ich will
mit meinem Lebensstil nicht die Zukunft von anderen verbauen:
Schliesslich sollen auch jene, die 50 Jahre nach mir geboren werden,
noch eine lebenswerte Welt vorfinden. Als Informatiker bin ich
überzeugt, dass gerade die technische Entwicklung die Menschheit
weiterbringt, aber ich bin sehr skeptisch gegenüber allem, was
nicht abgeschaltet und weggeräumt werden kann (zum Beispiel
explodierte Atomreaktoren, verspritzte Gifte oder freigesetztes
Gen-Gebastel). Höchst unvernüftig finde ich es, Ressourcen
sinnlos zu vergeuden.
Konkrete Anliegen: Nachhaltige
Siedlungsplanung; Förderung des Langsamverkehrs; biologische,
gentechfreie Landwirtschaft; verstärkte Forschung an
umweltschonender Technik; Ausstieg aus der Atomenergie;
2000-Watt-Gesellschaft.
Sozial Ich finde auch
wirtschaftliche Freiheit grundsätzlich erstrebenswert —
solange sich nicht einige wenige exzessiv bereichern, während es
der Mehrheit schlecht geht. Das Modell der «sozialen
Marktwirtschaft» finde ich recht überzeugend: Der Staat soll
die Eigenverantwortung der Menschen fördern, aber er soll auch
für soziale Sicherheit sorgen, damit niemand in die Armut
absinken muss.
Konkrete Anliegen: Gut ausgebaute
Sozialwerke auf finanziell solider Basis;
funktionierende Infrastruktur; grosszügige Ausstattung des
Schul- und Gesundheitswesens.
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Grüne Freie Liste — Die Grüne Freie Liste entspricht unter den Berner Parteien am ehesten meiner «Wertekombination» aus Liberalismus, Ökologie und sozialer Verantwortung.
Wilhelm Tux — Wilhelm Tux ist die Schweizer Kampagne zur Förderung freier Software. Weil die Informatik so zentral geworden ist, erscheint es mir erstrebenswert, dass die Menschen Kontrolle über ihre Infrastruktur erlangen. Ich möchte, dass Programme nicht nur passiv bedient werden: Wenn ihre «Baupläne» zur Verfügung stehen, kann daraus viel gelernt werden, und bei Bedarf können die Quelltexte auch an eigene Bedürfnisse angepasst werden. Selber verbringe ich recht viel Zeit damit, freie Software zu schreiben; vgl. meine Interessen.
Verkehrsclub der Schweiz — Der Verkehrsclub der Schweiz setzt sich für eine nachhaltige Mobilitätspolitik ein.
Erklärung von Bern — Die Erklärung von Bern ist in der Entwicklungspolitik aktiv. Sie setzt sich für eine gerechtere Beziehung zwischen Nord und Süd ein.
Amnesty International — Amnesty International arbeitet dafür, dass Menschenrechte vermehrt Beachtung finden.
Unpolitische Organisationen — Ich bin ausserdem noch Mitglied der Association of Computing Machinery (einer Berufsorganisation von Informatikern) sowie des Vereins Berner Wanderwege.
Frühere Mitgliedschaften — Als ich in Kalifornien lebte, war ich bei folgenden Organisationen Mitglied: American Civil Liberties Union (Bürgerrechte); Electronic Frontier Foundation (Bürgerrechte, Immaterialgüterrecht); Sierra Club (Umweltschutz); Silicon Valley Bicycle Coalition (vergleichbar mit der IG Velo).
Nationalratswahlen 2003 (gemäss smartvote.ch) — Der Web-Dienst smartvote.ch erstellt nach dem Beantworten von 70 Fragen eine Wahlliste, die nach Übereinstimmung bei Sachfragen geordnet ist. Die grösste Ähnlichkeit mit meinen eigenen Ansichten besitzen laut smartvote.ch Barbara von Escher (Grüne/GFL), Bernhard Pulver (Grüne/GFL), Ursula Wyss (SP), Irène Marti Anliker (SP), Evi Allemann (SP) und Simonetta Sommaruga (SP).
Nationalrat 2000 bis 2003 (gemäss ParlaRating.ch) — Auf ParlaRating.ch wird gefragt, wie man selber im Nationalrat abgestimmt hätte; anhand der Antworten erfolgt die Einstufung auf einer Skala von –10 (ganz links) bis +10 (ganz rechts). Ich erziele ein Rating von –6.9, also «mitte links». Im Kanton Bern sind meine Ansichten gemäss dieser Einstufung demnach am nächsten zu Marc F. Suter (FDP), Walter Donzé (EVP), Remo Galli (CVP) und Stephanie Baumann-Bieri (SP). Am meisten Übereinstimmung bei Sachgeschäften (unabhängig von der Links-Rechts-Einstufung) besitze ich mit Franziska Teuscher (Grüne/GB), Simonetta Sommaruga (SP), Rudolf Strahm (SP) und Ursula Wyss (SP).
Europäisches Parlament — Ilka Schröder engagiert sich im Europäischen Parlament intensiv und ausdauernd auf Gebieten wie Datenschutz, Geistiges Eigentum, Informatiksicherheit oder Digital Rights Management, die mir ebenfalls sehr wichtig sind. Sie ist eine von ganz wenigen, die diese Themen in die etablierte Politik einbringen, und sich technisch auskennen. Allerdings sind mir Ilka Schröders Positionen auf anderen Gebieten zu radikal.
Natürlich beeindrucken mich manche Menschen wegen ihrer Ausstrahlung, wegen ihres Wissens, weil mit ihnen interessant diskutiert werden kann, oder weil sie sich unermüdlich für ein Anliegen einsetzen. Es gibt sicher auch einige Bücher, die mich in meinen Ansichten beeinflusst haben. Aber eigentliche Vorbilder besitze ich nicht; ich mag niemandem nacheifern.