Interessen

Gelegentlich schaue ich mir zum Zeitvertreib die Webseiten von Privatpersonen an, zum Beispiel von Leuten, die einen interessanten Beitrag an eine Verteilerliste geschickt haben. Diese Seite hier ist für jene gedacht, die dasselbe machen: Sie ist ein Ort, wo ich zeige, an welchen Dingen ich interessiert bin, und warum. Allerdings ist diese Seite noch lange nicht fertig.

Informatik · Politik · Freie Software · Informationstechnik und Gesellschaft · Weitere Interessen

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Informatik

Sprachverarbeitung — Wie baut man Computersysteme, die mit menschlicher Sprache umgehen? Welche Techniken eignen sich zum Analysieren, Zusammenfassen und automatischen Übersetzen von Texten? Es gibt in diesem Bereich zahlreiche offene Fragen, was einer der Gründe ist, wieso ich maschinelle Sprachverarbeitung ein äusserst faszinierendes Gebiet finde. Besonders interessiere ich mich für hoch-performante symbolische Verfahren.

Optimierende Übersetzer — Computerprogramme werden üblicherweise in einer «höheren» Programmiersprache geschrieben. Um das Programm auszuführen, muss es zuerst in eine Form gebracht werden, welche dem Gerät näher steht. Diese Umwandlung besorgt ein Übersetzer (oder Compiler); ein guter Übersetzer führt hierbei Optimierungen durch, die das Programm kleiner und schneller machen. Mich interessieren vorwiegend Optimierungen, welche den «höheren» Wissensgehalt einer Programmiersprache ausnutzen, zum Beispiel von objekt-orientierten Sprachen. Meine Diplomarbeit war ein Compiler, der einen unifikationsbasierten Grammatikformalismus in RISC-Maschinenbefehle umwandelte. Hierbei wurden Optimierungen vorgenommen, die mit einem «tieferen» Formalismus nur sehr schwierig gewesen wären.

Programmiersprachen — Meiner Ansicht nach unterscheiden sich Modellierungstechniken (wie die Unified Modeling Language) und Programmiersprachen zu stark. Zum Beispiel finde ich es ziemlich erstaunlich, dass sogar Beziehungen, ein sehr fundamentales Modellierungskonstrukt, von heutigen Programmiersprachen kaum unterstützt werden. Ich vermute, dass es beim Erstellen von robusten, grossen Informatiksystemen sehr nützlich wäre, wenn Programmiersprachen näher beim konzeptuellen Modell stünden. Allerdings sollte eine ideale Programmiersprache auch leicht zu lernen und für Laien verständlich sein. Und ausserdem sollte eine Sprache auch so gestaltet sein, dass sich einem Übersetzer viele Optimierungsmöglichkeiten eröffnen, denn sonst kommt die Sprache für ernsthafte Anwendungen nicht in Frage. Meine Ideen sind noch etwas vage, aber ich würde sie gerne im Lauf der nächsten paar Jahre konkretisieren.

Gelegentlich lese ich Papiere aus anderen Informatikgebieten, zum Beispiel Visualisierung, Mensch-Maschine-Kommunikation, Verteilte Systeme oder Rechnerarchitektur. Allerdings ist meine Zeit leider beschränkt, so dass ich Schwerpunkte setzen muss.

Vielleicht sagt es etwas über mich aus, dass ich im «Advanced Nerd Test» eine «Nerdity» von 71.4% erziele. Es nervt mich allerdings schnell, wenn Leute mit ihrem Hacker-Gehabe angeben. Entsprechend fürchterlich finde ich die Turnhallen-Mentalität, wie sie manche Orte pflegen. Es ist gut zu wissen, dass ich mit dieser Ansicht nicht alleine bin.

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Politik

Ich bin an Politik interessiert. Eine separate Seite beschreibt meine politischen Ansichten, und bei welchen Organisationen ich Mitglied bin.

Freie Software

Aus denselben Gründen, die schon andere beschrieben haben, unterstütze und verwende ich freie Software. Ich verwende einen grossen Teil meiner Freizeit für entsprechende Projekte. Unter anderem führte mein Engagement für freie Software dazu, dass ich meine eigene Firma, Dandelis, gründete. Ich arbeite auch bei GNU Classpath mit, einer freien Implementation der Java-Klassenbibliothek.

Ich bin in diesem Bereich auch politisch aktiv, etwa im Rahmen von Wilhelm Tux, der Schweizer Kampagne für freie Software.

Informationstechnik und Gesellschaft

Wie viele Informatiker befürchte ich, dass die Informationstechnik auf eine Weise eingesetzt wird, die bürgerliche Freiheiten einschränkt. Obwohl wir alle erwarten, dass unsere privaten Mitteilungen privat sind, werden sie in einem Ausmass überwacht, das noch vor einigen Jahrzehnten technisch wie politisch unvorstellbar gewesen wäre. Obwohl eine Demokratie die Möglichkeit voraussetzt, sich auch mit Minderheitsmeinungen auseinandersetzen zu können, schreiben manche Länder den Einsatz von Filterprogrammen vor. Mit digitalen Systemen zur «Rechteverwaltung» sind weitere Probleme absehbar.

Weitere Interessen

Diskutieren — Ich mag anregende Diskussionen. Meine Frau ist bei weitem die beste und interessanteste Gesprächspartnerin, die ich kenne, aber ich diskutiere auch gerne mit anderen über alle mögliche Themen.

Lesen — Ich lese ziemlich viel, sowohl Belletristik als auch Sachbücher. Letztere kreisen um eine eher vielfältige Ansammlung von Themen: Informatik, Raumplanung, Typographie, Geschlechterfragen, Geschichte, und vieles mehr.

Wandern — Es ist wirklich schön, so nahe zu den Alpen zu leben, und ich wandere gerne in den Bergen. Leider habe ich manchmal etwas Höhenangst, so dass ich mich auf den abenteuerlicheren Wegen nicht so wohl fühle.